Maine


Maine
Maine [meɪn ]; -s:
Bundesstaat der USA.

* * *

I
Maine
 
[meɪn], Abkürzung Me., postamtlich ME, Bundesstaat im Nordosten der USA, an der Grenze zu Kanada, 91 653 km2, (1999) 1,253 Mio. Einwohner (1950: 913 800 Einwohner). Hauptstadt ist Augusta. Verwaltungsmäßig ist Maine in 16 Verwaltungsbezirke (Countys) gegliedert.
 
 
Verfassung von 1820 (mit zahlreichen Änderungen); Senat mit 35, Repräsentantenhaus mit 151 Mitgliedern. Im Kongress ist Maine mit zwei Senatoren und zwei Abgeordnete vertreten.
 
Landesnatur:
 
Maine umfasst große Teile der Rumpfgebirgslandschaft der nördlichen Appalachen (Mount Katahdin 1 606 m über dem Meeresspiegel), eiszeitlich überformt und seenreich. Der reich gegliederten Atlantikküste sind mehr als 1 200 meist bewaldete Inseln vorgelagert. Das Klima ist im Küstenbereich relativ mild und ausgeglichen, im Innern durch starke jahreszeitliche Gegensätze bestimmt; die Niederschlagsmenge liegt bei 1 000 mm pro Jahr. 80 % der Staatsfläche sind bewaldet.
 
 
Maine ist der größte der Neuenglandstaaten. 1990 waren 98,4 % der Bevölkerung Weiße, 0,4 % Schwarze, andere 0,8 %. In Städten leben (1990) 44,6 % der Bevölkerung; größte Stadt ist Portland (als Metropolitan Area 246 000 Einwohner).
 
 
Die Wälder liefern große Mengen Holz für Papierfabriken und Sägewerke. Wertvollstes Produkt der Fischerei ist der Hummer. An der landwirtschaftlichen Produktion haben Geflügel, Kartoffeln und Molkereierzeugnisse den größten Anteil. Außer Papierfabriken gibt es Leder-, Nahrungsmittel- und Textilindustrie. Als Fremdenverkehrsgebiet gewinnt Maine wachsende Bedeutung, besonders für die nahen Großstädte.
 
 
Die Küstenregion von Maine erkundeten 1497 G. und S. Caboto. Das von Indianern der Algonkin-Sprachfamilie bewohnte Gebiet war lange zwischen Frankreich und Großbritannien umstritten (erste französische Siedler 1604, erste englische 1607); es wurde, seit 1622 Eigentümerkolonie im Besitz von Sir Fernando Gorges (* um 1566, ✝ 1647), seit Ende der 30er-Jahre des 17. Jahrhunderts permanent besiedelt. Nach dem Anschluss (1677) an Massachusetts, der 1691 in der neuen Charta für Massachusetts bestätigt wurde, entwickelte sich die Kolonie trotz andauernder Kämpfe mit den von den Franzosen unterstützten Algonkin rasch durch Pelzhandel, Holzeinschlag, Schiffbau und Fischfang. Im Zusammenhang mit dem Missouri-Kompromiss (1820) wurde Maine von Massachusetts abgetrennt und am 15. 3. 1820 als 23. Staat in die Union aufgenommen. Der seit Ende des Unabhängigkeitskrieges bestehende Grenzstreit mit Kanada wurde 1842 durch den »Webster-Ashburton-Vertrag« beigelegt. 1851 verabschiedete Maine das erste Prohibitionsgesetz (Maine-Law) in den USA.
 
 
A history of M., hg. v. R. F. Banks (Dubuque, Ia., 1969);
 C. E. Clark: M.: A bicentennial history (New York 1977);
 
M., a bibliography of its history, hg. v. J. D. Haskell (Boston, Mass., 1977);
 J. G. Reid: Acadia, M., and New Scotland (London 1981).
 
II
Maine
 
[mɛn],
 
 1) die, rechter Nebenfluss der unteren Loire, Westfrankreich, entsteht aus dem Zusammenfluss von Sarthe und Mayenne bei Angers.
 
 2) historisches Gebiet in Westfrankreich, zwischen der Normandie im Norden, dem Orléanais im Osten, der Touraine und Anjou im Süden sowie der Bretagne im W. - Maine war ursprünglich von keltischen Cenomanen bewohnt (daher Pagus Cenomanicus). Die fränkische Grafschaft geriet im 11. Jahrhundert unter den Einfluss vorwiegend der Grafen von Anjou, an die sie dann 1109 durch Heirat fiel. 1204, endgültig 1481 kam Maine an die französische Krone. Ludwig XIV. gab seinem Sohn aus der Verbindung mit der Marquise de Montespan, Louis Auguste de Bourbon (* 1670, ✝ 1736), den Titel eines Herzogs von Maine.
 

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Maine [meɪn]; -s: Bundesstaat der USA.

Universal-Lexikon. 2012.

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